Freispruch in zweiter Instanz

21.04.2016 15:36

Bayreuther Drogenprozess um versuchte Einfuhr von Chrystal-Meth von Tschechien nach Deutschland. Gefunden wurde die geschmuggelte Substanz in einem Fahrradreifen. Es stellte sich jedoch heraus, dass es gar kein Chrystal war, sondern nur eine unbedetende Substanz. Wer auch immer dieses Pseudo-Chrystal im Fahrradschlauch versteckt und vorher gekauft hat, ging jedoch davon aus, dass es die Droge war. Dies ist ebenfalls strafbar, eben als Versuch.

In der ersten Instanz wurde der Angeklagte noch zu 2 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

In der zweiten Instanz konnte sich jedoch Rechtsanwalt Sturm mit seinem Plädoyer auf Freispruch durchsetzen, da letztlich keine tragfähige Beweislage gegen den Angeklagten gegeben war. Der Hauptbelastungszeuge machte in der heutigen Vernehmung von seinem Recht auf Auskunftsverweigerung Gebrauch, da er durch eine heutige wahrheitsgemäße Aussage eventuell hätte zugeben müssen, vorher gegen unseren Mandanten eine falsche Verdächtigung ausgesprochen zu haben.

Das freisprechende Urteil basiert auf dem Rechtsgrundsatz: In dubio pro reo (Im Zweifel für den Angeklagten).

 

 

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